Wanderung

Wanderung
Samstag, 28. Mai 2022 - 10:00 Uhr

Naturschutzgebiete
zwischen Altengamme und Geesthacht 
Moor, Sand, Dünen und Ruinen

• Treffpunkt: Rathaus-Parkplatz Oststeinbek
• (PKW-Fahrgemeinschaften)
• Teilnehmerbeitrag: EUR 2,00 zzgl.
• EUR 3,00 anteilige Kosten an den Fahrer
Anmeldung nicht erforderlich.
Die Anfahrt erfolgt ab Rathaus-Parkplatz Oststeinbek
in Fahrgemeinschaften.

Naturschutzgebiete zwischen Altengamme und Geesthacht, Moor, Sand, Dünen und Ruinen

Leider haben wir in den letzten beiden Corona-Jahren keine Wanderungen durchführen können. Außerdem fehlt es uns an Wanderführern, so dass wir auch in diesem Jahr kaum Wanderungen anbieten können. Jedoch haben wir noch eine Wanderung in Vorbereitung und die führt uns ins Elbe-Urstromtal mit den südlich angrenzenden Wiesen und Altwässern (Flutmulden), die seit 1993 unter besonderem Schutz stehen.
Dieses Gebiet entstand nach der letzten Eiszeit. Durch abfließendes Wasser hat sich Sand abgelagert, der dann durch Wind zu Dünen aufgeweht wurde. Auch heute haben sie noch eine beträchtliche Höhe von bis zu 20 m.

Am Altengammer Sommerbad, ganz in der Nähe der historischen Welfenbrücke (1777) über den Knollgraben, beginnt unsere Rundwanderung. Zunächst geht es durch Vossmoor, dann an Borghorst vorbei ins NSG Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen. Die Besenhorster Sandberge sind in Schleswig-Holstein einzigartig und zeichnen sich durch seine trockenen, kalkreichen Sandrasen, Dünen und Silbergrasfluren aus.

Überall ist deutlich zu spüren, dass es ein besiedeltes Feuchtgebiet ist, auch die vielen Kiefern täuschen nicht darüber hinweg. Die sind nämlich angepflanzt worden, um etwas zu verbergen, das im letzten Krieg (und schon lange davor) von großer Bedeutung war: die Anlagen der
Pulverfabrik Düneberg. Dazu später mehr. Düne und Berg deuten schon darauf hin, was sich an die moorigen Gebiete anschließt.
Entlang verschlungener Pfade kommen wir an geheimnisvollen Betonruinen vorbei, welche noch von der alten Pulverfabrik stammen. Die besagte Fabrik hat aber vieles sehr verändert. Der Dünensand wurde für die Schutzwälle zwischen den einzelnen Gebäuden gebraucht, und so sind die Berge oft verschwunden, und da nach dem Krieg alles gesprengt wurde, blieb eine etwas unübersichtliche Landschaft übrig.
Nur die alten Laternen am Wegesrand, Torpfosten, Mauern und Werkshallen deuten darauf hin, dass das heutige Naturschutzgebiet eine bewegte Vergangenheit hat. Zur Zeit des Dritten Reiches entstanden in den Besenhorster Sandbergen 340 Gebäude. Sie alle dienten der
Herstellung von Pulver für Waffen und Raketen. Bis zu 6.500 Menschen arbeiteten im Drei-Schicht-Betrieb in der Düneberger Pulverfabrik.
Die Besenhorster Sandberge grenzen unmittelbar an das Hamburger Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft.

Nach einem Abstecher zum Elbdeich geht es weiter auf dem „Schwarzen Weg“, der die sandigen Gebiete von der Marsch trennt, die hier seit kurzem als Überflutungsgebiet im Falle von Hochwasser aufbereitet ist. Über verschiedene Nebenstraßen erreichen wir wieder den Ausgangspunkt.
Knapp 10 Kilometer sind wir am Ende gewandert. Da keine Einkehrmöglichkeit besteht, bitte Picknick mitbringen. Picknickpause ist eingeplant. Geeignete Schuhe sind zu empfehlen.

Oststeinbeker Kulturring e.V.

Uferstraße 28
22113 Oststeinbek
Telefon: 0151 23216976
kontakt@oststeinbeker-kulturring.de

Vorstand:
1. Vorsitzender - Jürgen Graff
2. Vorsitzende - Doris Graff
Schatzmeisterin - Sigrid Finger